Systemische Therapie

Systemische Therapie ist eine effektive und sehr lösungsorientierte Kurzzeittherapie. Meist genügen wenige Termine, um Ihre Haltung neu auszurichten und Situationen zu lösen und verbessern.

Die Systemische Therapie gründet auf den Arbeiten von Virginia Satir, Paul Watzlawick, Milton H. Erickson und Gregory Bateson.

Menschlicher Umgang: Wir agieren und reagieren mit- und auf-einander in verschiedenen sozialen "Systemen" wie Paarbeziehung, Familie, Kollegen, Gruppen. Je nach Umfeld und Situation kommunizieren wir sehr unterschiedlich und haben in den einzelnen Lebensbereichen z.T. sehr divergierende Toleranzgrenzen und Umgangsformen.

Unser Miteinander ist vergleichbar mit einem Mobile: Wenn ein Teil sein "Gewicht" verändert, müssen alle anderen mitbalancieren.

Systemischer Ansatz: Deshalb werden persönliche wie berufliche Lebensumstände ganzheitlicher und in Zusammenhang stehend betrachtet.

Die Wirkungsamkeit Systemischer Therapie ist seit 2008 endlich in Deutschland wissenschaftlich anerkannt (in Österreich oder Schweiz bereits seit den 90ern).

Der/die hilfesuchende Klient/in wird nie als alleinige "Ursache" eines Problems, sondern "Symptomträger" einer "Störung" gesehen. Diagnosen spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Sie sind Expertin oder Experte für sich und Ihre Lebensgestaltung. Aufgabe einer systemischen Beratung ist es, Wachstumsprozesse anzustoßen, verändernd wirkende Handlungsmöglichkeiten anzuregen und Blickwinkel zu weiten.

Bei jeder Sitzung wird das jeweilige Anliegen des Klienten oder der Klientin und daraus eine möglichst präzise Auftragsklärung zwischen Klient und Therapeut gemeinsam erarbeitet. Die dabei zum Einsatz kommenden vielfältigen Methoden wie Fragetechniken, Skulpturarbeit, Timeline, Trance, Teilearbeit etc. richten sich am jeweiligen Auftrag der Person aus. Sie wirken als transparentes Veränderungsangebot. Der "Auftrag" ist Grundlage der kooperativen und wertschätzenden Arbeit zwischen Therapeutin und KlientIn.

Mit der Ausrichtung: "was ist das `Gute im Schlechten´?" werden, wenn nötig, familiäre Ursprünge eines Problems erfragt und mit heutiger Sicht neu wahrgenommen und integriert. Bisher bekannte Re-Aktionsmuster aufzudecken, befähigt uns, diese auch ändern zu können. Die Mehrung der Verhaltens-Wahlmöglichkeiten können befreiend und lösend sein und den wesentlichen Unterschied in unserem alltäglichen Leben im Umgang mit unseren Mitmenschen, Familie, Partner, Kollegen machen.

Therapie: griech. "dienen, Dienstleistung, behandeln"

Manchmal genügt auch schon ein frischer gemeinsamer Blick aufs Alte, damit sich etwas verändern kann.

Bei ernsten und akuten psychiatrische Erkrankungen wenden Sie sich bitte umgehend an eine spezielle Notaufnahme oder einen Notarzt.

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