Besser ist noch nicht gut.

Mit wieviel Verbesserung geben wir uns zufrieden?
Wieviel Veränderung im Umgang wünschen wir?
Wieviel neue Verhaltensweisen lasse ich zu?
Bei mir selbst und beim andern?
Wann ist es genug mit Neuem?
Und wann macht Neues auch Angst, bringt zuviel zu schnelle Veränderung Bestehendes in Gefahr?
 
Meine Erfahrung ist: je länger die Krise andauert, umso länger sollte die Beratung, die Begleitung sein (ich spreche hier von Monaten, nicht Jahren). Denn das Neue, das Bessere, friedvollere, verständnisvollere Miteinander muss wirklich geübt und vorallem im Alltag gefestigt etabliert werden. Damit es Bestand hat.
"Ein bisschen besser ist halt ist noch nicht wirklich gut." Gewohnheiten sind mächtig. Das ist nicht zu unterschätzen. Schnell ist man etwas wacher und es läuft wieder besser und dann scheint es gut und man glaubt, die Beratung "nicht mehr zu brauchen". Nach wenigen Wochen ist es dann wieder wie früher - oder noch schlimmer, weil man gerade schon angefangen hat, hinzusehen. Und dann ist man doppelt frustriert: "Jetzt wars doch gerade gut und jetzt sind wir schon wieder an dem Punkt!" Das Nervenkostüm ist dünner, angespannter - und man reagiert heftiger. Dann fängt man wieder von vorn an mit Terminen, aber der Glaube ist nicht mehr so stark, weil man den Rückschlag erlebt hat.
Deshalb empfehle ich: lieber eine Stabilisierungsstunde mehr, als fünf frustrierte wieder Aufgenommene.
Deshalb ist "besser noch nicht wirklich gut, sondern erst, wenns wirklich wieder gut ist."

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